Gedanken zur Exkursion „Krakau – Auschwitz“

Nachdem wir 4 Stunden in der Schule absitzen mussten, machten wir (die 8a und 8b Klasse) uns für die lange Busreise nach Krakau bereit.

Die Fahrt zog sich aufgrund sehr vieler Zwischenstopps an Tankstellen in die Länge. Der einzige Lichtblick waren die stilvollen Fangesänge der 8b, welche sich im hinteren Teil des Busses befand und für gute Stimmung sorgte. Gegen 23.00 Uhr hatte der Busfahrer das Ziel im Visier. Alle waren froh und applaudierten ihm für seine Dienste.

Am nächsten Tag ging es in das KZ Auschwitz. Sofort veränderte sich die Stimmung. Es kamen Emotionen auf, die nicht in Worte zu fassen sind. Die Ausstellungen des Museums in Auschwitz I waren unbegreiflich und gingen allen sehr nahe. Spätestens in Auschwitz-Birkenau wurde allen klar, wie immens die Dimensionen dieses Lagers waren. Es versetzte uns einen Stoß und wir begriffen, wie schrecklich der Mensch sein kann. Mit welcher Grausamkeit die Nazis diesen Massenmord planten, ist einfach unbegreiflich.

Nach diesem Ausflug denken bestimmt alle von uns anders und einige werden sich vielleicht sogar als Mensch ändern. Wenn man die Baracken ansieht und sich denkt, was hier vor 75 Jahren vor sich ging, setzt das einem echt zu. Die Vorstellung, dass wenige Menschen soviel andere dazu gebracht hatten, eine ganze „Rasse“ auszurotten, ist abnormal. Alle Menschen sind gleich zu behandeln, egal woher sie stammen. So etwas wie der Holocaust darf nie wieder passieren und diese Reise wird uns allen immer im Hinterkopf bleiben und zum Gedenken an die Opfer beitragen.

Über die Verfasser: „Das obligate 210 – Zimmer“ (Bobby Sinclair alias Gregor Hilweg, Fidl „süi“ alias Felix Auer, Gerhard G-not alias Jonas Holzinger, „Der alte Leiko“ alias Stefan Leikam)