Gewonnen! Mit unserem Projekt “age of waste” haben wir es in die Endrunde der Preisträger auf Bundesebene geschafft. Am 18. Juni waren wir in Wien, um unser Projekt vorzustellen und die 600€ an Preisgeld abzuholen.

projekteuropa 2012/2013
Kreativwettbewerb zum Thema „mehr haben – besser leben? KREATIVITÄT UND KONSUM“ für SchülerInnen aller Schularten und Schulstufen

BMUKK zeichnet konsumkritische Schülerinnen und Schüler aus

Unter dem Motto „mehr haben – besser leben?“ haben sich SchülerInnen aller Schultypen und Schulstufen mit Fragen zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Kaufsucht und Fixierung auf Markenwaren, Kinderarbeit und sozialem Ungleichgewicht auseinander gesetzt. Das Ergebnis dieser Beschäftigung sind 1.367 eingereichte Arbeiten von 5.500 SchülerInnen aus rund 200 Schulen.

Bundesministerin Dr. Claudia Schmied: „Die hohe Beteiligung am Kreativwettbewerb projekteuropa des BMUKK zeigt, dass bewusstes Kaufen und Konsumieren auch für junge Menschen ein wichtiges Thema unserer Zeit ist. Es freut mich, dass die Jugend sich bewusst mit den kritischen Aspekten der Konsumgesellschaft auseinandersetzt.“

Die Einreichungen gehören den verschiedensten Kunstsparten an. So gibt es darunter Designobjekte aus Büro-Materialien, verfremdete Kleidungsstücke, Rauminstallationen, Zeichnungen, Foto- und Filmarbeiten, Graffiti-Arbeiten an Schulwänden und auf Mistkübeln. Die Arbeiten aller Altersgruppen behandeln mit dem Themenkreis Konsum verbundene gesellschaftliche, ökologische, ethische, globale und individuelle Zusammenhänge.

Veranstaltung
Am Dienstag, 18. Juni 2013 ehrte das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) die GewinnerInnen des Kreativwettbewerbs bei einer offiziellen Preisverleihung im Haus der Europäischen Union (Wipplingerstraße 35, 1010 Wien)
und präsentierte ausgewählte Sieger-Projekte.

Mit freundlicher Unterstützung des Europäischen Parlaments, Informationsbüro Österreich und der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.

Einzelarbeiten und fächerübergreifende Projekte
Der Kreativwettbewerb projekteuropa ist eine Aktion des BMUKK im Rahmen von „Kunst macht Schule“. Teilnahmeberechtigt sind alle SchülerInnen bundesweit, unabhängig von Schultyp und Schulstufe. Prämiert wurden kreative Arbeiten von Einzelpersonen und Projektteams, die SiegerInnen erhielten Sach- und Geldpreise im Gesamtwert von 18.000 EUR. Für gleiche Chancen berücksichtigte die Jury bei den Bewertungen der Einreichungen das Alter der Teilnehmenden und die Schulart. Weitere Kriterien waren der enge Bezug zur Themenstellung, die kreative und künstlerische Qualität der Arbeit, die Originalität der Idee und die kommentierte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

Kreativwettbewerb als Beitrag zum Europäischen Jahr
Das Thema des Kreativwettbewerbs orientierte sich am Europäischen Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013, das sich den rechtlichen Grundlagen der europäischen Bürgerschaft widmet, darunter auch Konsumentenschutz und Verbraucherrechte. Schulgerecht aufbereitet entstand daraus das Thema „mehr haben – besser leben? KREATIVITÄT UND KONSUM“.

Ziel von projekteuropa ist es, den SchülerInnen Raum für die Entfaltung ihrer kreativen Begabungen zu geben und dabei gleichzeitig persönliche und soziale Kompetenzen zu erweitern, den aktiven Austausch mit gesellschaftskritischen Inhalten zu unterstützen und europäisches Bewusstsein zu fördern. Das Projekt wird von KulturKontakt Austria im Auftrag des BMUKK konzeptionell, beratend und organisatorisch begleitet.

Für die Veranstaltung “Glaubensklänge” am 4. Mai 2013 wurden Lichtfarben mit einem Hochleistungsprojektor der Firma Pani ins Gewölbe der Friesacher Stadtpfarrkirche geworfen. Die SchülerInnen der 4C Klasse verwendeten für das Bemalen der Glasplatten hochpigmentige Reprolux Farben um ihre eigenen Entwürfe umzusetzen. Die Projektortemperatur betrug dabei bis zu 180 Grad Celsius, um die Malereien quer durch das Kirchenschiff auf die Decke zu werfen. Kommentar einer Besucherin: “Das war wie im Himmel…”

Beispieltext

Projekt Europa. Jahr der Bürgerrechte. Verschwendung, Konsum, Marken. Wieviel braucht jeder? Wofür
stehen Marken? Als ich den SchülerInnen der 6ten Klasse im Zuge des BE Unterrichts das Projekt
vorstellte war relativ schnell eine kontroverse Diskussion im Gange. In der Klasse ist die Bandbreite von
Markenträgern bis zu umweltbewußten Markenverweigerern gespannt. Age of Waste. Das war der Titel,
den die SchülerInnen relativ schnell gefunden hatten. Zeitalter der Verschwendung. Obwohl der
Startschuss im Fach Bildnerische Erziehung fiel, war es dem Projektteam relativ schnell klar, dass das
Projekt in Richtung Musik UND Video gehen würde.

Die Klasse ist eine kreative Mischung aus vielen
Musikern und im Bereich Neue Medien interessierten SchülerInnen. So wurde das Projekt von Anfang an
im Team und in Kooperation mit anderen Lehrern gestartet. Ziel war es über Musik und Video eine
Botschaft zu vermitteln. Ziel war es das Projekt im Team zu schaffen. Ziel war es in der Schule mit dem
Projekt eine Diskussion zu den Themenbereichen auszulösen. Ziel war es das Projekt zum größten Teil
von den SchülerInnen getragen und organsiert zu wissen. Ziel war es aus der geschützten Werkstatt
Unterricht nach außen zu gehen und Meinungen und Menschen von außen einzubinden.

Verschwendung – Konsum und Markenzwang – Manipulation – Konsumethik. Unser Projekt ist die zornig
in Musik und eigene Texte gepackte Frustration der SchülerInnen über die von den vorigen
Generationen übernommene und der Konsumgesellschaft diktierte Welt, an der Oberfläche mit einer
Masse an Produkten, unter der Oberfläche mit einer Masse an ungelösten Problemen versehen.
Nochmals. Jahr der Bürgerrechte. Die SchülerInnen fordern im Projekt musikalisch-kreativ ihr Recht ein
diese Oberfläche zu hinterfragen, am Bequemen zu nagen, ihre Sprache des Ausdrucks zu gebrauchen
und gehört zu werden. Und sie nutzen neben ihrer Sprache ihre Medien, Musik und Video.

Unser Projekt ist das Projekt der Schüler. Meine Rolle als Lehrer beschränkte sich im Wesentlichen auf
Richtungsgebung, Klärung, Organisation und Suche nach Kooperationspartnern. Age of Waste ist vom
ersten Augenblick an die Vision der SchülerInnen gewesen, jede Stunde wurde diese Vision im Team
diskutiert, wurden Ideen eingebracht, Probleme eigenständig gelöst. Was die Gruppe meines Erachtens
am Besten gelöst hat war die Verteilung der Projektrollen anhand von Stärken der Personen. Texter,
Musiker, Videoprofi, Dokumentation, Recherche, Kommunikation im Team, Öffentlichkeitsarbeit, das
Projekt wurde erst durch die klare Verteilung der Rollen anhand der Stärken ermöglicht. Und was mich
am Allermeisten faszinierte… Eigentlich fand die Hauptarbeit des Projekts in der Freizeit und am
Wochenende statt, wurde hinausgetragen, außerhalb der Schule diskutiert, vorgestellt, die Rhythmen
und Texte von den SchülerInnen eigenständig verfeinert, wieder in den Unterricht eingebracht, mit
externen Lehrern und Meinungsbildnern diskutiert.

[vc_row el_position=”first last”] [vc_column] [vc_column_text el_position=”first last”]

Ich bin ein Textblock. Bitte den Stift oben rechts klicken um mich zu bearbeiten.

[/vc_column_text] [/vc_column] [/vc_row]